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Gartengold: Ein Apfelsaft der besonderen Art

Stefan Brügger mit Mitarbeitern bei der Ernte.

Stefan Brügger, der Geschäftsführer von Gartengold, mit Mitarbeitenden bei der Ernte. (Vierter von rechts)

Der Ostschweizer Apfelsaft „Gartengold“ ist in zweifacher Hinsicht ein spezieller Saft: Er wird aus Obst gepresst, das sonst nicht eingesammelt und verwertet wird . Geerntet werden die Äpfel von Menschen mit einer Behinderung, die damit eine fair bezahlte Arbeit Beschäftigung erhalten. Die Idee dazu hatten zwei ehemalige HSG-Studenten, als ihnen beim gemeinsamen Joggen aufgefallen ist, dass viele Hochstammbäume, die in privaten Gärten stehen gar nicht abgeerntet werden. Wir sprachen mit dem Geschäftsführer Stefan Brügger über den Apfelsaft with a Mission.

Huber Blog: Herr Brügger, bitte stellen Sie sich unseren Lesern kurz vor.

Stefan Brügger, 47 Jahre, Vater von 2 Kindern, Schuhnummer 44. Ich durfte im Frühjahr 2016 die Geschäftsführung von GARTENGOLD übernehmen und bin seit da mit Freude und Enthusiasmus dabei.

Huber Blog: Gartengold ist ja nicht nur ein weiterer Produzent von Schweizer Apfelsaft. Welche Mission und Ziele verfolgen Sie mit dem Projekt?

Nein, GARTENGOLD ist ein einzigartiger, 100% natürlicher Premium-Unikat-Apfelsaft. Bei jeder Abfüllung kommt eine neue, spannende Apfelmischung zusammen. Darunter auch Speiseäpfel und viele alte und seltene Hochstammäpfel, die ansonsten gar nicht mehr verarbeitet werden.

Huber Blog: Wie ist die Idee zu Gartengold entstanden und wer sind die Gründer?

Den zwei ehemaligen HSG Studenten, Albert Gebhardt und Leo Wilhelmi, ist beim gemeinsamen Joggen durch die Ostschweizer Landschaft aufgefallen, dass im Spätherbst bis in den Winter hinein sehr viele private Hochstammbäume immer noch Äpfel tragen bzw. dass diese Äpfel überhaupt nicht geerntet werden. Das gab ihnen den Anstoss zu überlegen, was man mit diesen schönen Früchten Sinnvolles anstellen könnte. Nach der zündenden Idee, die Äpfel zu Most zu vergolden, machten sich die Herren auf und suchten Baumspender, Ernter, Moster, Abfüller, Logistikpartner und später Kunden. Zusammen mit der sozialen Unternehmung Valida St. Gallen bauten sie eine Ernteorganisation auf. Diese hat sich im Laufe der Zeit nach und nach professionalisiert. Valida und anderen soziale Unternehmen haben auch andere Bereiche der «Supply Chain» übernommen, wie Lager, Abwicklung und Auslieferung.

Gartengold: Ein Apfelsaft der besonderen Art

Huber Blog: Mal abgesehen vom sozialen Aspekt und der Reduzierung von Foodwaste: Was ist sonst noch einzigartig an Gartengold?

Wir arbeiten im ganzen Prozess, von der Ernte bis zur Auslieferung und sogar im Backoffice-Bereich mit Sozialen Unternehmen und zahlen dafür anständige Preise. Das Ziel von GARTENGOLD ist, mit herausragenden Naturprodukten möglichst viele begeisterte Konsumenten glücklich zu machen. Dies wiederum ermöglicht eine maximale Wirkung auf die sozialen und nachhaltigen Aspekte des ganzen Prozesses. Anstelle von monetärer Gewinnmaximierung tritt bei uns sozusagen der «Social- & Sustainable-Return». Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer „Triple Bottom Line“. Diese ist kein Lippenbekenntnis oder billiges Marketing, sondern unser oberstes Credo und so auch als Geschäftszweck im HR festgehalten.

Huber Blog: In der Schweiz sind in den letzten 100 Jahren über 1’000 Obstsorten ausgestorben. Gartengold will auch alte Obstsorten erhalten und damit die Biodiversität schützen. Wie wollt Ihr das erreichen?

Hochstammbäume zu ernten ist ein erheblicher Aufwand, insbesondere für ältere Personen. Die Blütenpracht zu geniessen im Frühjahr ist das eine, doch die Äpfel im Herbst mühsam zu ernten oder einfach hängen zu lassen und entsorgen das andere. Deshalb kommen Baumbesitzer vielleicht irgendwann zum Schluss, sich schweren Herzens vom schönen Baum zu trennen. Genau da kommt GARTENGOLD ins Spiel: wir rücken an im Herbst, mit einer motivierten Truppe von Menschen mit einer Behinderung und Ernten den Baum. Eine pure Freude und ein Gewinn für alle Beteiligten – und ein geretteter Baum.

Huber Blog: Wie kann man Baumspender werden?

Derzeit ernten wir in der Ostschweiz (v.a. St. Gallen, Thurgau) und per 2017 voraussichtlich auch im Zürich Oberland. Damit die Wege kurz bleiben und diese aufwändige Ernte kostenmässig aufgeht, müssen wir uns innerhalb der Regionen zusätzlich auf Gebiete, sogenannte „Ernte-Hubs“, konzentrieren. Mehr Infos dazu gibt es ab August auf unserer Webseite. Anmelden kann man sich ganz einfach per Email an ernte@gartengold.ch. Wir melden uns dann für weitere Abklärungen.

Huber Blog: Wie ist Gartengold vom Handel und der Gastronomie aufgenommen worden?

GARTENGOLD wird sehr gut verkauft in Feinkostläden und der trendigen und gehobenen Gastronomie. Dort ist GARTENGOLD nicht einfach Apfelsaft, sondern wird dank der angenehmen Säure gerne anstelle von Mineral oder Alkohol zum gepflegten Lunch serviert. Wichtig ist natürlich auch, dass die Geschichten rüber kommen und der Kunde/Gast weiss, was er trinkt.

Huber Blog: Im Moment habt Ihr Apfelsaft und ein Apfelschorle im Sortiment. Bestehen Bestrebungen, in Zukunft das Sortiment auszuweiten? Zum Beispiel durch andere Fruchtsorten?

Durchaus, es sind ganz viele spannende Ideen in unserer Ideenkiste, welche Nachhaltigkeit, soziales Engagement und wirtschaftliches Denken vereinen. Aktuell widmen wir uns aber mit aller Energie und Herzblut dem Apfelsaft, damit wir uns nicht verzetteln. Wir haben alle Hände voll zu tun, nicht nur bei der Ernte!

Huber Blog: Herr Brügger, wir bedanken uns herzlich für das Gespräch und wünschen Gartengold noch viel mehr Erfolg.

Vielen Dank.

Gartengold Apfelsaft ist erhältlich in der 27.5 cl und 75 cl Glasflasche. Das Schorle in der 27.5 cl Glasflasche.

Gartengold Apfelsaft und Schorle sind ab sofort auch bei der Huber Getränkehandlung erhältlich: bestellungen@huber-getraenke.ch.

Mehr Infos: https://gartengold.ch/

Der Ostschweizer Apfelsaft „Gartengold“ ist in zweifacher Hinsicht ein spezieller Saft: Er wird aus Obst gepresst, das sonst nicht eingesammelt und verwertet wird . Geerntet werden die Äpfel von Menschen mit einer Behinderung, die damit eine fair bezahlte Arbeit Beschäftigung erhalten. Die Idee dazu hatten zwei ehemalige HSG-Studenten, als ihnen beim gemeinsamen Joggen aufgefallen ist, dass viele Hochstammbäume, die in privaten Gärten stehen gar nicht abgeerntet werden. Wir sprachen mit dem Geschäftsführer Stefan Brügger über den Apfelsaft with a Mission.

Huber Blog: Herr Brügger, bitte stellen Sie sich unseren Lesern kurz vor.

Stefan Brügger, 47 Jahre, Vater von 2 Kindern, Schuhnummer 44. Ich durfte im Frühjahr 2016 die Geschäftsführung von GARTENGOLD übernehmen und bin seit da mit Freude und Enthusiasmus dabei.

Huber Blog: Gartengold ist ja nicht nur ein weiterer Produzent von Schweizer Apfelsaft. Welche Mission und Ziele verfolgen Sie mit dem Projekt?

Nein, GARTENGOLD ist ein einzigartiger, 100% natürlicher Premium-Unikat-Apfelsaft. Bei jeder Abfüllung kommt eine neue, spannende Apfelmischung zusammen. Darunter auch Speiseäpfel und viele alte und seltene Hochstammäpfel, die ansonsten gar nicht mehr verarbeitet werden.

Huber Blog: Wie ist die Idee zu Gartengold entstanden und wer sind die Gründer?

Den zwei ehemaligen HSG Studenten, Albert Gebhardt und Leo Wilhelmi, ist beim gemeinsamen Joggen durch die Ostschweizer Landschaft aufgefallen, dass im Spätherbst bis in den Winter hinein sehr viele private Hochstammbäume immer noch Äpfel tragen bzw. dass diese Äpfel überhaupt nicht geerntet werden. Das gab ihnen den Anstoss zu überlegen, was man mit diesen schönen Früchten Sinnvolles anstellen könnte. Nach der zündenden Idee, die Äpfel zu Most zu vergolden, machten sich die Herren auf und suchten Baumspender, Ernter, Moster, Abfüller, Logistikpartner und später Kunden. Zusammen mit der sozialen Unternehmung Valida St. Gallen bauten sie eine Ernteorganisation auf. Diese hat sich im Laufe der Zeit nach und nach professionalisiert. Valida und anderen soziale Unternehmen haben auch andere Bereiche der «Supply Chain» übernommen, wie Lager, Abwicklung und Auslieferung.

Gartengold: Ein Apfelsaft der besonderen ArtGartengold: Ein Apfelsaft der besonderen Art

Huber Blog: Mal abgesehen vom sozialen Aspekt und der Reduzierung von Foodwaste: Was ist sonst noch einzigartig an Gartengold?

Wir arbeiten im ganzen Prozess, von der Ernte bis zur Auslieferung und sogar im Backoffice-Bereich mit Sozialen Unternehmen und zahlen dafür anständige Preise. Das Ziel von GARTENGOLD ist, mit herausragenden Naturprodukten möglichst viele begeisterte Konsumenten glücklich zu machen. Dies wiederum ermöglicht eine maximale Wirkung auf die sozialen und nachhaltigen Aspekte des ganzen Prozesses. Anstelle von monetärer Gewinnmaximierung tritt bei uns sozusagen der «Social- & Sustainable-Return». Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer „Triple Bottom Line“. Diese ist kein Lippenbekenntnis oder billiges Marketing, sondern unser oberstes Credo und so auch als Geschäftszweck im HR festgehalten.

Huber Blog: In der Schweiz sind in den letzten 100 Jahren über 1’000 Obstsorten ausgestorben. Gartengold will auch alte Obstsorten erhalten und damit die Biodiversität schützen. Wie wollt Ihr das erreichen?

Hochstammbäume zu ernten ist ein erheblicher Aufwand, insbesondere für ältere Personen. Die Blütenpracht zu geniessen im Frühjahr ist das eine, doch die Äpfel im Herbst mühsam zu ernten oder einfach hängen zu lassen und entsorgen das andere. Deshalb kommen Baumbesitzer vielleicht irgendwann zum Schluss, sich schweren Herzens vom schönen Baum zu trennen. Genau da kommt GARTENGOLD ins Spiel: wir rücken an im Herbst, mit einer motivierten Truppe von Menschen mit einer Behinderung und Ernten den Baum. Eine pure Freude und ein Gewinn für alle Beteiligten – und ein geretteter Baum.

Huber Blog: Wie kann man Baumspender werden?

Derzeit ernten wir in der Ostschweiz (v.a. St. Gallen, Thurgau) und per 2017 voraussichtlich auch im Zürich Oberland. Damit die Wege kurz bleiben und diese aufwändige Ernte kostenmässig aufgeht, müssen wir uns innerhalb der Regionen zusätzlich auf Gebiete, sogenannte „Ernte-Hubs“, konzentrieren. Mehr Infos dazu gibt es ab August auf unserer Webseite. Anmelden kann man sich ganz einfach per Email an ernte@gartengold.ch. Wir melden uns dann für weitere Abklärungen.

Huber Blog: Wie ist Gartengold vom Handel und der Gastronomie aufgenommen worden?

GARTENGOLD wird sehr gut verkauft in Feinkostläden und der trendigen und gehobenen Gastronomie. Dort ist GARTENGOLD nicht einfach Apfelsaft, sondern wird dank der angenehmen Säure gerne anstelle von Mineral oder Alkohol zum gepflegten Lunch serviert. Wichtig ist natürlich auch, dass die Geschichten rüber kommen und der Kunde/Gast weiss, was er trinkt.

Huber Blog: Im Moment habt Ihr Apfelsaft und ein Apfelschorle im Sortiment. Bestehen Bestrebungen, in Zukunft das Sortiment auszuweiten? Zum Beispiel durch andere Fruchtsorten?

Durchaus, es sind ganz viele spannende Ideen in unserer Ideenkiste, welche Nachhaltigkeit, soziales Engagement und wirtschaftliches Denken vereinen. Aktuell widmen wir uns aber mit aller Energie und Herzblut dem Apfelsaft, damit wir uns nicht verzetteln. Wir haben alle Hände voll zu tun, nicht nur bei der Ernte!

Huber Blog: Herr Brügger, wir bedanken uns herzlich für das Gespräch und wünschen Gartengold noch viel mehr Erfolg.

Vielen Dank.

Gartengold Apfelsaft ist erhältlich in der 27.5 cl und 75 cl Glasflasche. Das Schorle in der 27.5 cl Glasflasche.

Gartengold Apfelsaft und Schorle sind ab sofort auch bei der Huber Getränkehandlung erhältlich: bestellungen@huber-getraenke.ch.

Mehr Infos: https://gartengold.ch/

By | 2017-07-03T16:43:52+00:00 Juli 3rd, 2017|Alkoholfreie Getränke|0 Kommentare

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